Erstes Gespräch mit dem Vorstand der Bilal Moschee

📅 22. April 2026
👥 VAFA Team
🏛️ Regional
⏱️ 2 Min. Lesezeit

Gestern saß ich in einem kleinen, aufgeräumten Büro in der Bilal Moschee. Auf dem Schreibtisch ein Sahih Bukhari, daneben die üblichen Büroutensilien. Gegenüber: Mohammed Mahtane, Vorstandsvorsitzender der wohl aktivsten Moschee in Aachen.

Er war am Telefonieren, als ich ankam. Handschlag, kurzes Nicken, dann hat er mich reingeführt. Auf dem Weg ins Büro hat er mir mehrfach Kaffee angeboten. Ich habe dankend abgelehnt. Der Mann war erst am Vorabend aus Marokko zurückgekommen, Familienbesuch, und saß trotzdem schon wieder hier und hat organisiert.

Während unseres Gesprächs hat sein Handy dreimal geklingelt. Jedes Mal hat er sich entschuldigt, kurz was für die Moschee geklärt und weitergemacht. Er macht das alles ehrenamtlich. Neben seinem Beruf. Für mich war das überhaupt kein Problem. Im Gegenteil. Man sieht, wie viel auf seinen Schultern liegt, und dass er sich trotzdem eine Stunde für mich freigeschaufelt hat, sagt eigentlich alles.

Bevor wir über VAFA gesprochen haben, ging es erstmal ums Große. Darüber, was für ein Segen es ist, hier leben zu dürfen. Ich habe gesagt, dass wir uns bei einer Pizza aussuchen können was drauf kommt, während andere kein Brot haben. Mohammed hat von seinem Sohn erzählt, der mal einen Unfall hatte. Wie schnell sich die Uniklinik um ihn gekümmert hat. Wie viel ein Menschenleben hier wert ist. Ein ernstes Gespräch. Kein Smalltalk.

Dann habe ich ihm erzählt, was VAFA ist. Wie es entstanden ist, was wir bisher gemacht haben, wo ich hin will. Er fand die Idee mit der Plattform gut. Hat gefragt, was für Vorträge wir früher gemacht haben. Hat zugehört. Am Ende habe ich drei Sachen angesprochen:

Die Termine. Ob wir die Aktivitäten der Bilal Moschee auf unserer Plattform anzeigen dürfen. Das Ja kam sofort. Mohammed bringt mich mit Khaled zusammen, der über alle Termine Bescheid weiß und mir die Daten geben soll.

Ein Plakat. Ob wir in der Moschee ein VAFA-Plakat aufhängen dürfen, zum Beispiel für die Obdachlosenhilfe im Dezember. Mit QR-Code, über den sich Helfer melden können. Auch hier direkt: kein Problem.

Die Website. Ich habe meine Hilfe als Programmierer angeboten. Mohammed hat gesagt, dass er generell immer offen für Innovationen ist und sich wünscht, dass die Moschee sich ständig weiterentwickelt. Technisch und organisatorisch. Er will mir den Kontakt zu ihrem Entwickler herstellen.

Als der Asr-Adhan anfing, haben wir nochmal alles zusammengefasst. Mohammed meinte, er denkt drüber nach wie wir noch enger zusammenarbeiten können und meldet sich bei mir. Drei Zusagen in einem Gespräch. Ich bin zum Auto und musste erstmal kurz durchatmen.

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