
Manchmal muss man einen Schritt zurückgehen, um zwei nach vorne zu machen. Genau das haben wir gemacht.
VAFA hat sich seit der Gründung verändert. Was als kleine Gruppe angefangen hat, die sich sonntags getroffen und gemeinsam gelernt hat, ist über die Jahre gewachsen. Wir haben Obdachlosenhilfen organisiert, Spenden nach Uganda geschickt, ein Gespräch mit der Oberbürgermeisterin geführt und als Verein eingetragen. Aber wir haben auch gemerkt: Die alte Struktur mit wöchentlichen Treffen und festen Aktivitäten passt nicht mehr zu dem, was wir eigentlich erreichen wollen.
Also haben wir uns zusammengesetzt und ehrlich hingeschaut. Was hat funktioniert? Die Hilfsarbeit. Fünf Obdachlosenhilfen in Aachen, über 30 Hilfslieferungen nach Uganda, über 1.000 Menschen mit Essen versorgt, Soforthilfe nach dem Erdbeben in der Türkei. Das sind Sachen, die geblieben sind, während sich drumherum vieles verändert hat.
Deshalb haben wir entschieden: VAFA wird ein reiner Hilfsverein. Kein wöchentliches Programm mehr, keine festen Aktivitäten. Stattdessen konzentrieren wir uns auf das, was zählt — konkrete Hilfe für Menschen, die sie brauchen.
Was heißt das genau? Wir arbeiten jetzt in zwei Bereichen. Regional machen wir weiterhin Aktionen für Bedürftige in der Region Aachen und Herzogenrath. Gleichzeitig bauen wir Kontakte zu Moscheen, Vereinen und Gemeinden in der Umgebung auf. Das Ziel: gemeinsam Projekte stemmen, die keiner alleine hinbekommt. Die ersten Gespräche laufen schon — in der Bilal Moschee in Aachen und in Stolberg.
International bauen wir unsere Arbeit in Uganda aus. Seit Ende 2023 unterstützen wir dort Waisenkinder und Familien mit Lebensmitteln und Kleiderspenden. Das soll weitergehen und wachsen.
Die Satzung ist komplett überarbeitet. Die Vereinszwecke sind jetzt sauber nach Abgabenordnung formuliert — Jugendhilfe, Bildung, Hilfe für Bedürftige und bürgerschaftliches Engagement. Der Notar-Termin steht, das Finanzamt bekommt die neue Fassung.
Was sich nicht ändert: Alles bleibt ehrenamtlich. Jeder Cent wird dokumentiert. Und wer mitmachen will, ist willkommen — egal ob als Spender, als Helfer oder einfach als Teil der Gemeinschaft.



